Die Feuerwehr im 3. Reich


Mit dem Reichsgesetz von 1938 über das Feuerlöschwesen wurde das bisherige Vereinssystem, welches auf Freiwilligkeit beruhte, aufgelöst. Die Feuerwehr- und Luftschutzorganisation erhielt nun polizeiliche Aufgaben "Feuerschutzpolizei"


Die Kommandanten wurden nicht mehr gewählt, sondern bestimmt. Bei der Feuerwehr Hohenau war während des 3. Reiches ein häufiger Wechsel der "Wehrführer" zu verzeichnen. Führungskräfte mußten eine Einheitsausbildung in der Landesfeuerwehrschule Regensburg absolvieren. Ludwig Tauber sen., seit 1942 bei der Feuerwehr, hat sich dieser Ausbildung unterzogen und hierfür einen Feuerwehr-Dienstausweis erhalten.


Nach Ausbruch des Krieges 1939 wurden viele Feuerwehrmänner zum Kriegsdienst einberufen, so daß die Feuerwehr von den Älteren und Jugendlichen getragen werden mußte.
1945, nach Beendigung des Krieges, wurde Hohenau dann von US-Truppen belagert. Vermutlich vernichteten sie sämtliche Vereinsakten der Feuerwehr sowie die gemeindlichen Unterlagen. Auch die Fahne mußte ihnen übergeben werden. Vereine waren bis auf weiteres verboten.


1946 folgte eine gesetzliche Neuregelung des Feuerlöschwesens in Bayern.


Unter Kommandant Franz Zehrer konnte ab 1952 ein langsamer und mühsamer Neuaufbau der FFW Hohenau erfolgen.